"Für die 5 am Tag-Kampagne ist die
Einführung von Schulfruchtprogrammen von großer Bedeutung. Wir machen uns seit
mehr als drei Jahren dafür stark und werden es auch in Zukunft tun. Das von ,5
am Tag' durchgeführte Pilotprojekt zeigt: Schulfruchtprogramme
sind einfach einzuführen und umzusetzen. Und sie werden von den Schülerinnen
und Schülern sehr gut angenommen", unterstreicht Helmuth M. Huss, Sprecher
des Vorstands des 5 am Tag e.V.
Mit unterschiedlichen
Modellen gehen nach dem Saarland, das das Programm bereits erfolgreich
eingeführt hat, noch in diesem Schuljahr fünf weitere Bundesländer mit dem
EU-Schulobstprogramm an den Start: Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg,
Rheinland-Pfalz und Thüringen steigen aktiv in eine bessere Versorgung von
Schulkindern mit Obst und Gemüse ein. Sachsen-Anhalt plant, im Herbst mit
Beginn des neuen Schuljahres in das EU-Schulobstprogramm zu starten.
Langfristig wird sich diese Investition
auszahlen: Das im Rahmen von Schulfruchtprogrammen vermittelte Ernährungswissen
ist prägend für das Ernährungsverhalten der heutigen Kinder als Erwachsene.
Insbesondere angesichts der demografischen Entwicklung hat die Entscheidung
"pro Schulfrucht" eine wichtige volkswirtschaftliche Bedeutung. Dass
einige der Länder angesichts leerer Kassen nach Möglichkeiten suchen, für die
Finanzierung Partner aus der Wirtschaft oder Elternschaft zu gewinnen, ist
legitim.
Die Bundesländer, die aus dem EU-Schulobstprogramm trotz anfänglicher Zusage
ausgestiegen sind, sollten insbesondere gegenüber den Eltern begründen, ob die
bürokratischen Hürden in der EU-Verordnung oder in den von den Ländern selbst
gewählten Verfahren der Umsetzung liegen.
Die Eltern und Schüler sind aufgerufen, sich für die Einführung von
Schulfruchtprogrammen in ihrer Schule stark zu machen. Schließlich ist es kaum
nachzuvollziehen, warum ausgerechnet in Deutschland, dem größten Nettozahler
der EU, Teile der Schülerschaft von Schulfruchtprogrammen ausgeschlossen
werden, während in fast allen anderen EU-Ländern solche Programme bereits
eingeführt sind oder im Laufe des Jahres starten. Für die 5 am
Tag-Kampagne, die aus Mitteln der Europäischen Union und des
Bundesernährungsministeriums gefördert wird, steht das Thema
Schulfruchtprogramme weiterhin ganz oben auf der Agenda.
28.01.2010 | Pressemitteilung
EU-Schulobstprogramm startet in sechs Bundesländern
Trotz schwieriger Haushaltslage haben sich sechs Bundesländer
dafür entschieden, in 2010 mit dem EU-Schulobstprogramm zu starten. Bis zu 20
Millionen Euro stehen für Deutschland in Brüssel hierfür bereit.
« zurück
